Studie der Pädagogischen Hochschule Bern
Psychische Erkrankungen als Risikofaktor im Übergang in nachobligatorische Ausbildungen
Wer in der Sekundarstufe I von einer Angststörung oder Depression betroffen ist, hat eine höhere Wahrscheinlichkeit, verzögert in die nachobligatorische Ausbildung einzutreten, als vergleichbare Lernende ohne eine solche Erkrankung. Zudem haben die Betroffenen ein höheres Risiko für einen Ausbildungsabbruch oder einen Lehrbetriebswechsel. Dies zeigt eine Teiluntersuchung im Rahmen von Labirint (vgl. Transfer). Die Ergebnisse unterstreichen die Wichtigkeit der Prävention, Früherfassung und Behandlung von Angststörungen oder Depressionen im Jugendalter. So sollten die betroffenen Jugendlichen beim Einstieg in eine nachobligatorische Ausbildung gut unterstützt werden (Berufsorientierung, Bewerbung, Ausbildungs- und Lehrstellensuche). Je früher eine psychische Erkrankung diagnostiziert und behandelt wird, desto besser ist die Prognose für den Rest des Lebens, so die Studie.