Berufsbildung in Forschung und Praxis

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Erster Anlass aus der «Themenreihe Berufsbildung» an der PH Zürich

Handlungskompetenzorientierung in der Berufsbildung – Erfahrungen aus drei Berufen

René Schneebeli

Die Handlungskompetenzorientierung ist das konstituierende Merkmal der beruflichen Grundbildung. Seit 2002 im Berufsbildungsgesetz verankert, stellt das Paradigma die Berufsfachschulen aber noch immer vor Probleme. Die Auswirkungen auf die didaktische Gestaltung des Unterrichts, die Organisation von Prüfungen oder die Weiterbildung von Lehrpersonen sind gross. Die Pädagogische Hochschule Zürich nimmt das Thema im Rahmen ihrer vierteiligen «Themenreihe Berufsbildung» auf. Die erste Veranstaltung stand im Zeichen von Berichten aus der Praxis. Eine Erkenntnis daraus: Nicht immer verläuft die Umsetzung erfolgreich. Viele Schulen wollen zu viel auf einmal. [Foto: PH Zürich]

Forschungsprojekt der PH FHNW

Das Lehrstellenangebot beeinflusst die Berufswahl sehr

Schnupperlehren oder Berufspraktika führen – ergänzend zum individuellen Fähigkeitsselbstkonzept – am ehesten dann zu einer Fortsetzung im betreffenden Beruf, wenn das Lehrstellenangebot dafür gross ist. Dies zeigen Ergebnisse aus dem WiSel-Projekt von Jan Hofmann und Markus P. Neuenschwander (beide PH FHNW). Nichtzutreffend ist demgegenüber die ebenfalls geprüfte Hypothese, wonach eine grosse Person-Beruf-Kompatibilität zwischen den beruflichen Interessen der Jugendlichen und den beruflichen Anforderungen eines ausprobierten Berufs zu dessen Weiterverfolgung führt. Eine Ausnahme bildet das Ausmass führend-verkaufender Anforderungen des ausprobierten Berufs, das auf junge Frauen eher abschreckend wirkt. Basis der Untersuchung bildete eine Längsschnittstichprobe von 128 weiblichen und 202 männlichen Jugendlichen.

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EHB-Workshop

Wagen wir zu träumen…. Utopien für die Berufsbildung der Zukunft

Thomas Ruoss & Lorenzo Bonoli

Könnte ein schulisches Basislehrjahr für alle die Berufsbildung stärken? Sind Fachmittelschulen Teil des berufsbildenden Systems? Hat die Handlungskompetenzorientierung die Rolle der Berufsfachschule geschwächt? Solche Fragen standen im Zentrum des VET Winterworkshops der EHB vom 2. Februar 2024. Rund 50 Forscherinnen sowie Akteure der Berufsbildung diskutierten Utopien zur Entwicklung des schweizerischen Berufsbildungssystems.

Dissertation an der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover

ADHS im Jugendalter: Wie sich Betroffene fühlen und was sie stärkt

Das Jugend- und junge Erwachsenenalter ist für Betroffene von ADHS-Symptomen eine vulnerable Phase. Präventions- und Unterstützungsangebote sind notwendig – auch in der Berufsbildung. Dies zeigt die Dissertation von Annette Krauss (Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik, HfH) auf Basis der Befragung von 907 Betroffenen in der deutschen Schweiz. Die Studie zeigt, dass therapeutisch insbesondere das negative Selbstbild von ADHS-Betroffenen in den Blick genommen werden sollte. Ebenso ist die emotionale Unterstützung einer nahen Bezugsperson sowie von Mitschülerinnen und Mitschülern für das emotionale Wohlbefinden von Betroffenen relevant. Weitere umfeldbezogene Massnahmen betreffen nebst dem Elternhaus die Bedingungen in Schule und Betrieb.

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Bericht im Auftrag der Schweizerischen Konferenz für Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung

Definition von Laufbahngestaltungskompetenzen 

Wer die eigene Berufswahl und Laufbahn aktiv und selbstbestimmt gestalten kann, verfügt über gute «Laufbahngestaltungskompetenzen» (LGK). Nachdem ein Autorenteam bereits in einem Beitrag in Transfer Details dazu vertieft hatte, liegt nun auch eine eingehende «Definition von Laufbahngestaltungskompetenzen über diverse Bildungsstufen und Laufbahnphasen» vor. Verfassende sind Andreas Hirschi (Universität Bern), Koorosh Massoudi (Universität Lausanne) sowie Francisco Wilhelm, Sarah Mullen und Julian Marciniak (Universität Bern). Neben einem Modell von LGK (Teil 1) enthält der Bericht auch eine Analyse von Lehrplänen und Förderung von LGK sowie eine Bestandsaufnahme bestehender Ansätze und Empfehlungen zur Förderung von LGK.

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Plädoyer für eine bessere Zusammenarbeit der drei Lernorte

Mehr Miteinander in der Berufsbildung

Ben Hüter

Eines der Probleme des Schweizer Berufsbildungssystems besteht in der mangelhaften Zusammenarbeit der drei Lernorte. Die Schweizerische Direktorinnen und -Direktorenkonferenz der Berufsfachschulen (SDK) hat das Thema an ihrer Herbsttagung aufgenommen und acht Thesen dazu formuliert. Sie sieht die Schulen und ihre Lehrpersonen in der Pflicht, bei der Verbesserung der Lernortkooperation eine Führungsrolle zu übernehmen. Dazu müsse zunächst ein gemeinsames pädagogisch-didaktisches Verständnis aller drei Lernorte geschaffen werden. Zudem sollten überfachliche Kompetenzen im Vergleich zu fachlichen Inhalten gestärkt werden.

Auslegeordnung zur Schweizer Berufsbildung

Bilanz nach 20 Jahren Berufsbildungsgesetz

Peter Marbet

2004 wurde in der Schweiz das neue Berufsbildungsgesetz (BBG) eingeführt. Mit der neuen Gesetzesgrundlage ist es gelungen, die Berufsbildung fit für die Anforderungen des 21. Jahrhunderts zu machen. Es gibt aber auch Herausforderungen. Drei Beispiele: Die Quote der zugewanderten Jugendlichen mit nachobligatorischem Abschluss ist immer noch zu tief. Zu diskutieren ist auch, wie der Berufsabschluss für Erwachsene gefördert werden kann. Schliesslich ist die Finanzierung ein Thema: Angesichts der Tatsache, dass der Bund die wesentlichen Eckpfeiler der Berufsbildung festlegt, ist dieser Anteil zu tief. Gemäss dem Prinzip der fiskalischen Äquivalenz müsste der Bundesanteil höher sein.

Integrationsvorlehre INVOL für migrierte und geflüchtete Personen

Starke Brücke in die Berufsbildung

Barbara E. Stalder & Marie-Theres Schönbächler

Die Integrationsvorlehre (INVOL) ist ein Erfolg. Mehr als 80 Prozent haben sie erfolgreich abgeschlossen. Nach dem Abschluss haben rund 70 Prozent eine zwei- oder dreijährige berufliche Grundbildung (EBA oder EFZ) aufgenommen. Dies zeigt die jüngste Evaluation des Programms durch die PHBern. Sie macht auch qualitative Befunde: So nehmen die Ausbildenden die Teilnehmenden meist als engagierte Personen wahr. Knapp drei Viertel der Teilnehmenden erreichen im mündlichen und rund 90 Prozent im schriftlichen Bereich das angestrebte Sprachniveau. In den ersten fünf Programmjahren haben mehr als 4000 Personen an einer INVOL teilgenommen. Ab Sommer 2024 wird das Bundesprogramm in den teilnehmenden Kantonen als Regelangebot verstetigt.

Evaluation bestätigt positive Effekte auf die Persönlichkeit

viamia schweizweit erfolgreich implementiert

Die kostenlose berufliche Standortbestimmung und Beratung viamia ist erfolgreich in allen Schweizer Kantonen implementiert. Die Zufriedenheit der Teilnehmenden ist sehr hoch. Zudem können positive Effekte auf die persönliche Entwicklung und die Arbeitssituation festgestellt werden. Dies zeigt die Evaluation von viamia, welche das SBFI in Auftrag gegeben hatte. Zur Frage der Konkurrenzierung privater Angebote durch viamia äussert sich die Evaluation zurückhaltend; immerhin sei die Schnittmenge von viamia und privaten Angeboten eher «überschaubar».

Tour de Suisse (TdS) Blended Learning

So setzen die Berufsfachschulen Blended Learning um

Rolf Häner

Im vergangenen Jahr haben zehn Berufsfachschulen gezeigt, wie sie E-Learning und Präsenzunterricht kombinieren. Blended Learning: Wie funktioniert das im Alltag? Die zehn Schulen bildeten die Etappenorte einer Tour de Suisse, in der die Teilnehmenden konkrete Antworten auf diese Frage erhielten. Jetzt liegt ein Schlussbericht der EHB vor. Eine Erkenntnis ist besonders interessant: Konzeption und Umsetzung der Lehrgänge zu neuen Berufsbildern an den Schulen sind aufgrund von Blended Learning zeitlich näher zusammengerückt. Das unterstreicht die wachsende Bedeutung der Vertretung von Berufsfachschulen in der Weiterentwicklung der Berufsbilder.

Dieter Euler

Auf den Spuren von Christo? – Über die sprachliche Verhüllung von Bildungsabschlüssen

Dieter Euler

Seit Jahren fordern berufsbildende Kreise die Einführung von Titeln wie «Professional Bachelor» und «Professional Master» für die Abschlüsse der höheren Berufsbildung. Nun erarbeitet das SBFI eine Vernehmlassungsvorlage. Aber statt einer Aufwertung der Höheren Berufsbildung bringt das Projekt eine Verwischung ihres Profils. Auch das Angleichungsargument im Hinblick auf internationale Titelbezeichnungen hält einer genaueren Betrachtung nicht stand. Schliesslich ist das Projekt auch unnötig, weil sich die Höhere Berufsbildung einer stabilen Beteiligung erfreut, und von den Betrieben werden die Absolventinnen und Absolventen unverändert nachgefragt.

Studie der Universität Zürich

Validierungsverfahren verfehlen ihr sozialpolitisches Ziel

Validierungsverfahren sind eine wichtige bildungspolitische Massnahme zur Steigerung der Durchlässigkeit des Bildungssystems. Aber sie verfehlen das sozialpolitische Ziel, Geringqualifizierten zu anerkannten Abschlüssen zu verhelfen. Hierzu bräuchte es eine Etappierung von Validierungsverfahren, die auch eine Förderung der Qualifizierung und eine Kombination von Qualifizierungs- und Validierungsmöglichkeiten vorsieht. Zudem wären für diese Zielgruppe ergänzende Massnahmen wichtig, wie die Orientierung an der «aufsuchenden Bildungsarbeit» oder eine enge professionelle Begleitung. Dies zeigt die Studie «Theoretische Analyse zur Validierung im Berufsbildungssystem der Schweiz» im Auftrag des SBFI. Autorin der Studie ist Katrin Kraus, Universität Zürich.

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Studie der Universität Exeter

Wieviele Fremdsprachen erleben Jugendliche in der Lehre?

62 Prozent der Lernenden hören oder sprechen zwei oder mehr Sprachen an ihrem Arbeitsplatz. Diese Feststellung macht eine Studie auf der Grundlage einer Umfrage mit 674 Lernenden in elf Berufen in der Ostschweiz und Liechtenstein; Autorinnen sind Esther Styger (Lehrerin für Englisch am Berufs- und Weiterbildungszentrum Buchs Sargans) und Gabriela Meyer (Universität Exeter). Der Zugang zu mehrsprachigen Erfahrungen ist von der Berufsgattung abhängig. So sind Zimmereien eher einsprachig (Deutsch, Mundart) organisiert, in grossen Industriebetrieben sind Englischkenntnisse wichtig. Die Studie macht vier Empfehlungen, darunter die Erweiterung der Lernangebote und der Ausbau von Sprachaufenthalten, Mobilitäts- und Austauschmöglichkeiten.

Die Studie findet sich auf der Projekt-Webseite (Deutsch und Englisch)

Anerkennung von Bildungsleistungen

Ein alternativer Weg mit Potenzial

Ursula Renold, Thomas Bolli, Lena Dändliker & Ladina Rageth

In der Schweiz haben rund 370’000 erwerbstätige Personen keinen nachobligatorischen Abschluss – eine grosse Gruppe, die sich potenziell ihre erworbenen Kompetenzen über ein Anerkennungsverfahren bestätigen lassen könnte. Tatsächlich erlangen aber nur rund 5’600 Personen pro Jahr via Anerkennungsverfahren einen Abschluss der beruflichen Grundbildung. Die vorliegende Studie der Professur für Bildungssysteme der ETH Zürich zeigt, wie diese Quote im internationalen Vergleich einzuordnen ist. Und sie macht deutlich, dass die meisten dieser Verfahren dem Ziel der Dispensation dienen, während sogenannte Teil-/Vollzertifizierungen wenig verbreitet sind. Die Gründe dafür zeigen sich anhand von diversen Hindernissen, wie Informationsmangel, komplexe Verfahren, finanzielle Hindernisse und Koordinationsprobleme bei den Verbundpartnern.

Berufskundelehrpersonen und ihr professionelles Selbstverständnis

So jonglieren sich Berufskundelehrpersonen durch ihren Beruf

Daniel Degen

Wer berufskundlichen Unterricht erteilt, hat meist einen spannenden Berufsweg hinter sich. Diese Personen sind Berufsleute und Pädagoginnen zugleich. Und sie unterliegen heterogenen Rahmenbedingungen, wie sie für die Berufsbildung typisch sind. Die vorliegende Studie untersucht, wie Lehrkräfte damit umgehen. Am Beispiel von Berufskundelehrpersonen in der Ausbildung von Automatik-, Elektroinstallations- und Informatiklernenden zeigen sich drei typische Profile: Die Brückenbauer, die Instruktorinnen und die Entfalter. Die Studie formuliert eine Reihe von Empfehlungen; darunter das Postulat, dass eine Passung zwischen Lernzielen aus kompetenzorientierten Bildungsplänen und kompetenzorientierten Prüfungsmethoden geschaffen werden müsse.

Teacher Academies: So kommen Innovationen in der Berufsbildungspraxis an

Was Thomas Nüesch in Finnland lernte

Daniel Fleischmann

Einer der zentralen Treiber des Wohlstands in der Schweiz ist die Innovationsfähigkeit von Wirtschaft und Gesellschaft. Aber Innovationen brauchen Inspirationen – Gelegenheiten, die eigenen Routinen kritisch zu prüfen und neue Modelle kennenzulernen. Das gilt auch für die Berufsbildung. Diesem Ziel dienen internationale Mobilitäten, wie sie zum Beispiel das Schweizer Movetia Projekt SwissCoVE «innoVET» ermöglicht. Sie eröffnet auch für Lehrpersonen Gelegenheiten, andere Schulen kennenzulernen. «innoVET» wird diesen Sommer abgeschlossen.

Evaluation der Flexibilisierung der Informatikausbildung an der gibb Berufsfachschule Bern

Eine Schule erprobt den Unterricht der Zukunft

Martin Frieden, Georg Ninck, Thomas Jäggi, Thomas Staub & Lars Balzer

Vor fünf Jahren startete die gibb Berufsfachschule Bern das Programm «Informatikausbildung 4.0». In seinem Rahmen wurde die Möglichkeit geschaffen, die zeitliche Abfolge der Module individuell anzupassen. Angebote für das selbst-organisierte Lernen sowie eine Lern- und Prüfungsplattform ergänzen das Programm. Inzwischen sind diese Innovationen evaluiert worden. Ein Ergebnis: Die Flexibilisierung der Informatikausbildung nur mit unterschiedlichen Reihenfolgen der Kompetenzfelder ist nicht ausreichend, es ist weitere Individualisierung in der Ausbildung notwendig.

Forschungsprojekt der Universität Genf

Bestandesaufnahmen zum zweisprachigen Unterricht in der Schweiz

In der Schweiz boomt der zweisprachige Unterricht, vor allem auf der Sekundarstufe II. Dies zeigte das Schweizer Inventar des zweisprachigen Unterrichts 2022, das Daniel Elmiger, Universität Genf, in einem Beitrag in Transfer kommentierte. Dazu gehörte auch eine Online-Datenbank mit allen Lehrgängen. Nun sind im Rahmen des Forschungsprojekts zum zweisprachigen Unterricht in der Schweiz eine kritische Literaturübersicht und eine bibliografische Datenbank zu dem Thema erschienen (mit Projektbericht, einem Begleitband und einer Zusammenfassung). Die Dokumente finden sich auf der Website des Wissenschaftlichen Kompetenzzentrums für Mehrsprachigkeit der Universität Genf.

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EHB-Forschungsprojekt im Tessin

Wie hält man Pflegefachkräfte im Beruf?

Im Auftrag des Kantons Tessin untersuchte die EHB, was Pflegefachpersonen benötigen, um im Gesundheitsbereich zu bleiben und wie ehemalige Pflegende zurückgewonnen werden können. Die Ergebnisse zeigen, wie wichtig es ist, in psychosoziale Aspekte des Wohlbefindens und insbesondere in Massnahmen in vier Bereichen zu investieren:

  • berufliche Entwicklung und Weiterentwicklung des Personals
  • Sicherheit und Gesundheit
  • positive soziale Beziehungen
  • Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben

Investitionen im Bereich der Aus- und Weiterbildung lohnen sich in allen Phasen der beruflichen Laufbahn, z.B. bei der Ausbildung, der beruflichen Sozialisation, der Einarbeitung in neue Abteilungen nach einem organisatorischen Wechsel sowie bei Wiedereingliederungs- und Weiterbildungskursen.

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Studie des Leading House VPET-ECON

Personen mit Berufslehrabschluss im Aufwärtssog von Fachhochschulen

Mit der Gründung der Fachhochschulen (FH) Ende der 1990er-Jahre eröffneten sich für Personen mit einem Berufslehrabschluss neue Zugangsmöglichkeiten zur tertiären Bildung. Tobias Schultheiss, Curdin Pfister und Uschi Backes-Gellner (Leading House VPET-ECON) haben nun anhand von Stelleninseraten die Tätigkeiten von Personen mit und ohne Fachhochschulabschluss untersucht. Die Studie zeigt erstens, dass Fachhochschulabsolventinnen und -absolventen eine Aufwertung ihrer beruflichen Tätigkeiten erfahren, und zweitens, dass Befürchtungen einer Verschlechterung der Chancen für Berufsleute ohne FH-Abschluss («crowding out») unbegründet sind. Im Gegenteil, für letztere zeigt sich ein positiver Effekt: Auch die Tätigkeitsprofile der Absolventinnen von Berufslehren wurden im Durchschnitt aufgewertet. Sie werden vermehrt in Forschung und Entwicklung eingesetzt, es werden tatsächlich mehr Berufslehrabsolventen eingestellt und ihre Löhne sind im Durchschnitt gestiegen – alles Anzeichen dafür, dass Berufslehrabsolventen heute höherwertige Tätigkeiten übernehmen.

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