Schweizerischer Nationalfonds-Studie entwickelte Präventionsworkshops und Videomaterialien auch für die Berufsfachschulen
Familiäre Gewalt und Resilienz bei Jugendlichen
20 bis 25 Prozent der Jugendlichen in der Schweiz sind von physischer familiärer Gewalt betroffen, was häufig negative soziale und psychische Folgen hat. Im Rahmen eines Nationalfonds-Projekts wurden die Herausforderungen, denen misshandelte Jugendliche gegenüberstehen, genauer untersucht. Dabei zeigten sich durchaus heterogene Resilienzverläufe: Einige Jugendliche zeigen stabile Resilienz, andere schwankende, abhängig von Risiko- und Schutzfaktoren wie emotionaler Unterstützung durch Lehrpersonen, inklusiver Schulumgebung oder familiären Ressourcen. Ein wichtiger Befund ist, dass die Schule als «sicherer Ort» sowie positive Beziehungen zwischen Lehrpersonen und Jugendlichen Schlüsselrollen für Resilienz spielen und dass die Förderung von Selbstwert, Selbstwirksamkeit und sozialer Eingebundenheit zentral ist. Auf Grundlage dieser Erkenntnisse ist ein Workshop entstanden, in dem Jugendliche gemeinsam und unter Anleitung Videoinhalte zum Thema Gewaltresilienz in verschiedenen Formaten für soziale Medien und Bildungsplattformen konzipieren.