Berufsbildung in Forschung und Praxis
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Trend-im-Fokus-Bericht der EHB zur Struktur der regionalen Lehrstellenmärkte

Ungleiche Startchancen für Jugendliche

Je nach Wohnort haben Jugendliche eine grössere oder geringere Auswahl an beruflichen Grundbildungen. Wenn sie bereit sind, bis eine Stunde Anfahrtsweg auf sich zu nehmen, dann sind es – um die beiden Extremwerte zu nennen – für Schüler in Olten (SO) 227 Berufe in 242 Gemeinden mit 12’704 Ausbildungsbetrieben und 49’484 Lehrstellen, in Brusio (GR) deren 18 in zwei Gemeinden mit 24 Ausbildungsbetrieben und 38 Lehrstellen. Dies zeigt der jüngste Trend-im-Fokus-Bericht der EHB «Regionale Unterschiede im Zugang zu dualen Lehrstellen» (Andreas Kuhn und Jürg Schweri). Die Wirklichkeit ist allerdings moderater: Rund 95% der Jugendlichen haben Zugang zu über 100 der rund 250 Lehrberufe, und nur knapp 1% der Jugendlichen stehen in einstündiger Entfernung weniger als 50 Berufe zur Auswahl. Tatsächlich pendeln Lernende allerdings durchschnittlich nur 39 Minuten pro Weg zum Betrieb, wie ein früherer Trend-Bericht zeigte. Die gefundenen Muster haben letztlich topographische und historische Ursachen, so die Studie. Sie entzögen sich weitestgehend einer direkten bildungspolitischen Beeinflussung.

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