Studie im Kanton Bern zeigt Handlungsbedarf
Wie KI die Lernortkooperation voranbringen könnte
Digitale Tools in der Berufsbildung haben bisher vor allem bestehende Prozesse der Lernortkooperation unterstützt. Laut einer in der Zeitschrift bwp@ veröffentlichten Studie von Sabine Seufert (Universität St. Gallen) – sie schliesst an frühere Arbeiten an, die in Transfer publiziert wurden – braucht es mit generativer KI eine neue Logik. Wissen werde nicht nur digital verfügbar, sondern lernortübergreifend dynamisch mit Mensch und Maschine gemeinsam erzeugt, das erfordere neue Datenräume, Governance und KI-Kompetenzen. Konkret zeigt die Studie im Auftrag des Mittel- und Berufsbildungsamts des Kantons Bern, dass die Institutionen der Berufsbildung überwiegend erst am Beginn der KI-Transformation stünden. Wenn aber die Lernorte in getrennten digitalen Ökosystemen blieben, sei dies ein erhebliches Innovationshemmnis. Als Lösung schlägt der Beitrag ein Reifegradmodell vor, das den Stand der KI-Transformation sichtbar macht und Entwicklungsschritte steuert.