Studie von Andrés Gomensoro, Marieke Heers, Chantal Kamm und Sandra Hupka-Brunner
Haben Migrantenkinder höhere Ambitionen? Ja, aber nicht immer
Kinder mit Migrationshintergrund haben optimistischere Bildungserwartungen als einheimische Jugendliche. Diese Aussage bestätigt sich zwar in neueren Studien, sie gilt aber nicht generell; dabei spielt nicht nur die individuelle Ebene eine Rolle, sondern auch das institutionelle Umfeld oder die soziale Herkunft der Jugendlichen. Dies zeigt ein Forschungsprojekt auf Basis von Daten der «Überprüfung der Grundkompetenzen» (ÜGK 2019). So zeigt sich, dass Jugendlichen aus Italien, Spanien oder Griechenland ähnliche Aspirationen entwickeln wie Schweizer Jugendliche, während Jugendliche aus den Balkanländern oder Sri Lanka unabhängig vom Bildungsweg ihre hohen Erwartungen bewahren. Das könnte sie dazu veranlassen, indirekte Bildungswege einzuschlagen, um ihre Bildungsziele zu erreichen.
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