Berufsbildung in Forschung und Praxis
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Das Modell SPARK im Unterricht an der Berufsschule für Detailhandel und Pharmazie Zürich (BSDPZ)

Auch Selbstorganisation braucht Struktur

Der synchrone, lineare Unterricht stösst in der beruflichen Grundbildung zunehmend an seine Grenzen. Die Heterogenität der Klassen sowie die Förderung überfachlicher Kompetenzen erfordern binnendifferenzierte Unterrichtsformen wie das selbstorganisierte Lernen. Gleichzeitig stellen auch offene Lernsettings erhöhte Anforderungen an Struktur und gezielte Begleitung. SPARK bietet hierfür ein Modell, das Lernprozesse systematisch strukturiert und Lernende dabei unterstützt, schrittweise Verantwortung für ihr Lernen zu übernehmen. Im Zentrum stehen die Verbindung von Wissen, Reflexion und Kooperation sowie die Orientierung an zentralen Erkenntnissen aus dem OECD-Lernkompass und der Positiven Bildung. Das Modell wird an der Berufsschule für Detailhandel und Pharmazie Zürich ab dem Schuljahr 2027/2028 schrittweise eingeführt.


Für Lehrpersonen bedeutet all dies einen Perspektivenwechsel: Sie gestalten Lernprozesse nicht einfach nur offen, sondern bewusst strukturiert. Eine Reduktion auf die Rolle als «Coach» greift zu kurz.

Die Berufsbildung befindet sich im Wandel. Digitalisierung, künstliche Intelligenz und neue Formen der Arbeitsorganisation verändern berufliche Anforderungen grundlegend. Tätigkeiten werden komplexer und weniger vorhersehbar und verlangen zunehmend selbstständiges Handeln, Kooperation und reflektierte Urteilsfähigkeit. Klassische Routinen verlieren an Bedeutung, während Lern- und Erwerbsbiografien individueller und weniger linear verlaufen.

Vor diesem Hintergrund gewinnt eine Fähigkeit besonders an Bedeutung: die aktive Gestaltung des eigenen Lernens. Der OECD-Lernkompass 2030 beschreibt diese als Student Agency – die Fähigkeit, Ziele zu setzen, das eigene Lernen zu steuern und verantwortungsvoll zu handeln (OECD 2020). Entscheidend ist dabei: Agency entsteht nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel mit anderen (Co-Agency) und durch pädagogische Unterstützung.

Für den Unterricht stellt sich damit eine zentrale Frage: Wie kann das Lernen so gestaltet werden, dass es einerseits Orientierung bietet und andererseits Selbstorganisation fördert? Forschung und Praxis zeigen, dass Offenheit allein nicht ausreicht. Wirksamer Unterricht braucht klare Ziele, strukturierte Lernprozesse und kontinuierliches Feedback (Hattie 2023). Selbstorganisiertes Lernen muss aufgebaut und begleitet werden.

Eine zentrale Voraussetzung dafür ist die Fähigkeit zur Selbstreflexion. Die Lernenden müssen Ziele klären, ihren Lernstand einschätzen und ihr Vorgehen anpassen können. Der OECD-Lernkompass beschreibt diesen Prozess als Zusammenspiel von Antizipation, Aktion und Reflexion (AAR-Zyklus). Lernen wird damit als aktiver, iterativer Prozess verstanden. Zugleich erfordert selbstorganisiertes Lernen fundiertes Wissen, wie auch der OECD-Lernkompass betont. Lernende benötigen Orientierungswissen, um Zusammenhänge zu verstehen, Entscheidungen einzuordnen und Verantwortung zu übernehmen.

Schliesslich umfasst erfolgreiches Lernen neben Wissen und Fähigkeiten auch Haltungen und Werte, die sich im konkreten Handeln zeigen und als handlungsleitende Orientierungsgrössen für selbstständiges und verantwortungsbewusstes Lernen zentral sind. Daran knüpft auch die Positive Bildung an: Sie betont die Bedeutung von Wohlbefinden als Grundlage für nachhaltiges Lernen. Das PERMA-Modell beschreibt mit positiven Emotionen, Engagement, tragfähigen Beziehungen, Sinn und Zielerreichung zentrale Bedingungen, unter denen sich solche Haltungen und Werte entwickeln (Seligman 2015; Städeli 2025).

Für Lehrpersonen bedeutet all dies einen Perspektivenwechsel: Sie gestalten Lernprozesse nicht einfach nur offen, sondern bewusst strukturiert. Eine Reduktion auf die Rolle als «Coach» greift zu kurz. Unterricht ist durch ein komplexes Zusammenspiel professioneller Anforderungen geprägt. Lehrpersonen geben Orientierung, erklären fachliche Inhalte, strukturieren Lernprozesse, unterstützen individuell und beurteilen Leistungen und begleiten Lernende auf dem Weg zu mehr Selbstständigkeit – oft innerhalb einer einzigen Unterrichtssequenz. Hier setzt das SPARK-Modell an.

Abbildung 1: SPARK im Zusammenspiel mit internationalen Leitprinzipien und Selbstorganisationsphasen.

SPARK: Ein Orientierungsrahmen für die Entwicklung von Selbstorganisation

In Standortgesprächen und Assessments verorten sich Lernende gemeinsam mit den Lehrpersonen in den jeweiligen Phasen. Rückschritte, Anpassungen und unterschiedliche Lernverläufe sind Teil des Prozesses – ein zentrales Prinzip des OECD-Lernkompasses.

Das Modell SPARK wurde an der Berufsschule für Detailhandel und Pharmazie Zürich (BSDPZ) entwickelt und bietet einen Orientierungsrahmen, um im Unterricht die Selbstorganisation von Lernenden aufzubauen. SPARK unterscheidet sich von vielen Ansätzen selbstorganisierten Lernens durch die konsequente Verbindung von Selbstorganisation mit einer strukturierten Unterrichtsarchitektur, phasenbezogener Entwicklung und systematischer Lernbegleitung, die auf Unterrichts- und Organisationsebene integriert umgesetzt wird.

Im Zentrum steht ein phasenbasiertes Entwicklungsmodell in vier Selbstorganisationsphasen. Wir zeigen das am Beispiel von Selina.

  • Selina, 15 Jahre, startet neugierig und noch etwas unsicher in ihre Ausbildung zur Fachfrau Apotheke EFZ. In Phase A geben ihr klare Strukturen Halt und ermöglichen erste Erfolgserlebnisse.
  • In Phase B übernimmt sie zunehmend Verantwortung, setzt sich eigene Ziele und wird dabei gezielt begleitet.
  • In Phase C steuert Selina ihr Lernen weitgehend selbstständig, reflektiert ihren Lernfortschritt und entwickelt Lern‑ und Arbeitstechniken. In dieser Phase kann sie bei Interesse und Leistungsstand bereits in das Förderprogramm CareerClimb[1] einsteigen, das vertiefte fachliche und überfachliche Lerngelegenheiten bietet.
  • In Phase D arbeitet Selina in Peer‑Gruppen an komplexen, praxisnahen Fragen, tauscht sich fachlich aus und stärkt Kompetenzen wie Kollaboration, Kommunikation, Kreativität und kritisches Denken. CareerClimb ist in dieser Phase fest verankert und unterstützt Lernende dabei, ihre Lernstrategien weiterzuentwickeln, anspruchsvolle Leistungen zu erbringen und sich unter anderem auf eine weiterführende Bildung auf Tertiärstufe vorzubereiten.

Die Phasen A bis D sind nicht als strikt lineares Stufenmodell mit zwingendem Durchlaufen aller Phasen zu verstehen. Entwicklungsprozesse orientieren sich zwar grundsätzlich an der genannten Abfolge, erfolgen jedoch individuell. Lernende bewegen sich – abhängig von ihren Fähigkeiten und den geförderten Kompetenzen – in der jeweils für sie passenden Phase der Selbstorganisation. Die Übergänge ergeben sich dabei nicht automatisch: In Standortgesprächen und Assessments verorten sich Lernende gemeinsam mit den Lehrpersonen in den jeweiligen Phasen. Rückschritte, Anpassungen und unterschiedliche Lernverläufe sind Teil des Prozesses – ein zentrales Prinzip des OECD-Lernkompasses.

Das SPARK-Modell ist mehr als eine neue Unterrichtskonzeption. Es ist ein strukturierter Entwicklungsansatz, der zentrale Erkenntnisse der Bildungsforschung in eine umsetzbare Unterrichtspraxis überführt. Es ordnet sich in zentrale aktuelle Bildungsdiskurse ein und verbindet unterschiedliche Entwicklungslinien der Berufsbildung.

  • Der OECD-Lernkompass 2030 stellt mit dem Konzept der Student Agency die aktive Rolle der Lernenden ins Zentrum (OECD 2020). Lernen wird als Prozess verstanden, in dem Wissen, Skills, Haltungen und Werte zusammenwirken und zur Entwicklung von Handlungskompetenz beitragen.
  • Die Diskussion zur Allgemeinbildung zeigt, dass Kompetenzen nicht losgelöst von Inhalten entwickelt werden können (Pfiffner, Sterel & Städeli, 2026). Disziplinäres Wissen bleibt eine zentrale Grundlage für Verstehen und Urteilsfähigkeit.
  • Die Strategie Berufsbildung 2030 des SBFI betont die Verbindung von Arbeitsmarktfähigkeit und Persönlichkeitsentwicklung. Neben fachlichen Kompetenzen gewinnen überfachliche Fähigkeiten wie Selbststeuerung oder Kooperation an Bedeutung.
  • Die Positive Bildung verweist darauf, dass Lernen eng mit Wohlbefinden verbunden ist. Motivation, Sinn und tragfähige Beziehungen sind entscheidende Faktoren für nachhaltigen Lernerfolg (Städeli 2025).

Auswirkungen auf den Unterricht und die Schulorganisation

Die Berufsschule für Detailhandel und Pharmazie Zürich (BSDPZ) wird ab dem Schuljahr 2027/2028 SPARK sukzessive mit den jeweils neu eintretenden Lernenden im ersten Lehrjahr schulweit einführen. SPARK umfasst sämtliche Unterrichtsbereiche. Die Einführung erfolgt im Rahmen einer Pilotphase, die als Entwicklungs- und Forschungsprojekt angelegt ist. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse fliessen kontinuierlich in die Weiterentwicklung ein. Eine umfassende Auswertung ist bis zum Ende des Schuljahres 2029/2030 vorgesehen.

Schon heute zeichnet sich ab, dass die Umsetzung nicht nur punktuelle Veränderungen im Unterricht bewirkt, sondern eine umfassende Weiterentwicklung der Schulorganisation, der Lernumgebungen und der professionellen Praxis von Lehrpersonen erfordert.

Veränderungen im Unterricht. Auf der Ebene des Unterrichts führt SPARK zu einer systematischen Differenzierung von Lernsettings entlang der Selbstorganisationsphasen. Während in Phase A weiterhin strukturierter Unterricht im Klassenverband im Zentrum steht, verschiebt sich der Fokus ab Phase B zunehmend hin zu begleiteten, teilweise offenen Lernformen in sogenannten Lernlandschaften. Diese ermöglichen individuelles Lernen, kooperative Arbeitsformen sowie eigenständige Vertiefung und Transferleistungen.

Lernlandschaften verbinden physische und digitale Räume und schaffen Bedingungen für adaptive Lernprozesse. Sie bestehen aus Zonen für konzentriertes Arbeiten, Austausch, Coaching und projektorientiertes Lernen. So werden Autonomie, Kollaboration und selbstreguliertes Lernen systematisch aufgebaut.

Parallel dazu verändert sich die Rolle der Lehrpersonen grundlegend. Sie agieren nicht mehr ausschliesslich als Wissensvermittlerinnen, sondern in einem erweiterten professionellen Spektrum: als Inputgeber, Lerncoaches, Begleiterinnen auf Abruf sowie als Verantwortliche für projektbasierte Lernprozesse, wobei die fachliche Strukturierung und Führung von Lernprozessen ihre zentrale professionelle Verantwortung bleibt.

Veränderungen auf der Ebene der Schulorganisation. Die beschriebenen didaktischen Veränderungen gehen mit strukturellen Anpassungen auf Schulebene einher. Im Zentrum stehen die Gestaltung von Lernräumen, die zeitliche Struktur des Unterrichts sowie die Formen der Leistungsbeurteilung.

Die räumlichen Voraussetzungen für SPARK werden im Zuge der Gesamtsanierung des Schulgebäudes der BSDPZ an der Niklausstrasse geschaffen. Klassische Klassenzimmerstrukturen werden teilweise aufgelöst, indem Räume zusammengelegt und um zusätzliche Lernzonen ergänzt werden. Gleichzeitig werden bisherige Erschliessungsflächen – Korridore oder Aufenthaltsbereiche – als pädagogisch nutzbare Räume aktiviert und als Lern- und Arbeitsbereiche ausgestaltet. Zentrale Bereiche wie die Eingangshalle werden als offene Lern- und Begegnungsräume («Marktplatz») konzipiert, während Dachterrassen und weitere Aufenthaltsflächen in den Lernprozess integriert werden. Dadurch entsteht eine räumliche Infrastruktur, die selbstorganisiertes und kollaboratives Lernen gezielt unterstützt.

Auch die Organisation von Beurteilung verändert sich. Anstelle ausschliesslich punktueller Leistungsnachweise treten regelmässige Assessments und strukturierte Standortgespräche, die durch die Klassenlehrpersonen in der Rolle als Personalcoaches verantwortet werden und der systematischen Förderung der Selbstreflexion dienen.

Ein besonderes Merkmal stellt die Integration von künstlicher Intelligenz dar. Sie unterstützt Lernende und Lehrpersonen bei der Planung, Durchführung und Reflexion von Lernprozessen, bleibt jedoch konsequent in ein «Human-in-the-loop»-Prinzip (Mensch im Zentrum) eingebettet

Digitale Infrastruktur und KI-gestützte Lernprozesse. Ergänzend zu den physischen Lernräumen wird eine digitale Lern- und Entwicklungsplattform aufgebaut, die den pädagogischen Kern von SPARK abbildet. Diese Plattform organisiert das Lernen nicht entlang von Kursen oder Lektionen, sondern entlang von Lernpfaden, Selbstorganisationsphasen sowie Reflexions- und Entwicklungsprozessen.

Ein besonderes Merkmal stellt die Integration von künstlicher Intelligenz dar. Sie unterstützt Lernende und Lehrpersonen bei der Planung, Durchführung und Reflexion von Lernprozessen, bleibt jedoch konsequent in ein «Human-in-the-loop»-Prinzip (Mensch im Zentrum) eingebettet. Entscheidungen und pädagogische Verantwortung verbleiben jederzeit bei den beteiligten Personen.

Konkrete Umsetzungsschritte an der BSDPZ. Die Umsetzung von SPARK erfolgt nicht top-down, sondern als strukturierter Schulentwicklungsprozess. Bereits heute arbeiten mehrere interdisziplinär zusammengesetzte Arbeitsgruppen an zentralen Gestaltungsfeldern. Dazu zählen insbesondere die Entwicklung von Lernlandschaften, die Klärung der Rollenbilder von Lehrpersonen und Lernenden, die Ausgestaltung von Instrumenten zur Selbstreflexion, die Entwicklung von Assessments und Standortgesprächen sowie die Anpassung von Stunden- und Einsatzplänen.

Zur strukturellen Verankerung der pädagogischen Weiterentwicklung wird auf Beginn des Schuljahres 2026/2027 eine neue Schulleitungsfunktion geschaffen. Die Abteilung Lernprozesse + Begleitung übernimmt als Teil der erweiterten Schulleitung eine zentrale Rolle in der pädagogischen Steuerung und Weiterentwicklung und verantwortet insbesondere die Gesamtarchitektur des Lernens sowie die Gestaltung von Coaching-, Reflexions- und Unterstützungsprozessen.

Professionalisierung der Lehrpersonen

Die Umsetzung von SPARK erfordert eine Weiterentwicklung der Lehrpersonen. Diese erfolgt im Rahmen von Workshops, kollegialer Zusammenarbeit sowie durch die aktive Mitwirkung in den Projektgruppen. Diese Professionalisierung wird durch ein mehrjähriges Weiterbildungskonzept flankiert, das auf die Anforderungen von SPARK ausgerichtet ist. Inhaltlich umfasst das Konzept zentrale Kompetenzbereiche wie Coaching und Lernbegleitung, den Umgang mit Heterogenität, formatives Prüfen sowie Aspekte der Positiven Bildung und der psychischen Gesundheit. Die Weiterbildung zielt darauf ab, Lehrpersonen in ihrer erweiterten professionellen Rolle zu stärken und sie auf die Anforderungen selbstorganisierter und adaptiver Lernprozesse vorzubereiten.

Im Zentrum steht dabei nicht die Einführung fertiger Konzepte, sondern die gemeinsame Entwicklung eines geteilten pädagogischen Verständnisses. Lehrpersonen setzen sich mit veränderten Rollenbildern, Formen der Lernbegleitung sowie Instrumenten der Diagnose und Reflexion auseinander und entwickeln ihre Praxis kontinuierlich weiter.

Diese Form der Professionalisierung entspricht dem Anspruch von SPARK, Unterricht nicht nur zu verändern, sondern als kollektiven Lern- und Entwicklungsprozess der gesamten Organisation zu verstehen.

Fazit

Das an der Berufsschule für Detailhandel und Pharmazie Zürich entwickelte Modell SPARK zeigt, wie Selbstorganisation im Unterricht systematisch aufgebaut werden kann, ohne auf fachliche Orientierung und pädagogische Führung zu verzichten. Ausgangspunkt ist ein Kompetenzverständnis, das Wissen, Fähigkeiten sowie Haltungen und Werte miteinander verbindet und Lernen als aktiven, reflektierten Prozess versteht.

SPARK verdeutlicht, dass selbstorganisiertes Lernen nicht durch Offenheit allein entsteht. Lernende benötigen strukturierte Lernarrangements, verlässliche Begleitung sowie fundiertes Orientierungswissen, um schrittweise Verantwortung für ihr Lernen übernehmen zu können.

SPARK verdeutlicht, dass selbstorganisiertes Lernen nicht durch Offenheit allein entsteht. Lernende benötigen strukturierte Lernarrangements, verlässliche Begleitung sowie fundiertes Orientierungswissen, um schrittweise Verantwortung für ihr Lernen übernehmen zu können. Lehrpersonen haben dabei eine zentrale professionelle Rolle: Sie strukturieren Lernprozesse, klären fachliche Inhalte, begleiten Lernende individuell und schaffen Bedingungen für Reflexion und Selbstständigkeit.

Zugleich zeigt die Umsetzung von SPARK, dass die Förderung von Selbstorganisation nicht allein eine didaktische Frage ist, sondern als umfassender Schulentwicklungsprozess verstanden werden muss. Die mehrjährige Pilotphase an der BSDPZ wird zeigen, wie sich dieser Ansatz langfristig auf Lernprozesse, Unterricht und schulische Organisation auswirkt.

Bereits heute deutet sich an, dass die Verbindung von strukturierter Lernbegleitung, fachlicher Orientierung und schrittweise aufgebauter Selbstorganisation einen vielversprechenden Ansatz für die Weiterentwicklung der Berufsbildung darstellen kann.

[1] CareerClimb ist ein Förderprogramm der BSDPZ zur Vertiefung fachlicher und überfachlicher Lernprozesse in fortgeschrittenen Lernphasen.

Literatur

  • Hattie, J. (2023). Visible Learning: The Sequel. London: Routledge.
  • OECD (2020). OECD Learning Compass 2030. Paris: OECD Publishing.
  • Pfiffner, M., Sterel, S. & Städeli, Ch. (2026). Allgemeinbildung heute – Fragen und Antworten zu aktuellen Reformen. Schaffhausen: Westermann Schweiz.
  • Seligman, M. (2015). Wie wir aufblühen. München: Goldmann.
  • Städeli, C. (2025). Einführung in die positive Bildung. Bern: hep Verlag. Vgl: Städeli, C. (2023). Positive Bildung – Wohlbefinden und Leistung fördern. Transfer. Berufsbildung in Forschung und Praxis 8 (4).
  • Städeli, C., Maurer, M., Pfiffner, M. & Caduff, C. (2024). AVIVA – Unterricht wirksam strukturieren. Bern: hep Verlag. Vgl: Städeli, C., Maurer, M., Caduff, C., & Pfiffner, M. (2021). Das AVIVA-Modell im Blended Learning. Transfer. Berufsbildung in Forschung und Praxis 6 (3).
Zitiervorschlag

Largiadèr, R. & Städeli, C. (2026). Auch Selbstorganisation braucht Struktur. Transfer. Berufsbildung in Forschung und Praxis 11 (8).

https://doi.org/10.64829/15641

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