Warum berufsfeldorientierte Mittelschulen nur wenig politische Aufmerksamkeit erhalten
Im Schatten der «Königswege» Berufsbildung und Gymnasium
‚Fachmittelschulen und berufsbildende Mittelschulen haben eine hohe Übergangsrate in die Hochschulen; zudem sind sie geeignet, junge Frauen in männertypische Studiengänge zu bringen und leistungsstarke Jugendliche mit Migrationshintergrund anzuziehen. Trotzdem erhalten diese «berufsfeldorientierten Mittelschulen» nur wenig politische Aufmerksamkeit. Die Gründe dafür sind Gegenstand einer Studie von Raffaella Esposito, die im Rahmen des SNF-Projektes GovTrans (Governance von Transitionen) an der PH FHNW entstanden ist. Esposito zeichnet nach, wie die Akteure im Rahmen der Governance der Sekundarstufe II kontinuierlich ein Konzept und eine Wertzuschreibung für das, was sie als Königsweg zur Hochschulbildung ansehen, stabilisieren und reproduzieren (etwa über kognitive Formate wie statistische Indikatoren, Grafiken, bildungspolitische Absichtserklärungen, Websites usw.), – und gleichzeitig berufsfeldorientiere Mittelschulen als unauffällige zusätzliche Bildungswege positionieren.
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