Welchen Einfluss hat die Selbstregulierung des Lernens (ARA – Metakognition und Motivation) auf die Leistungen der Lernenden im MINT-Bereich? Diese Frage ist Gegenstand einer Studie der Universität Freiburg (Olivier Rérat und Jean-Louis Berger), an der 180 Lernende teilnahmen. Diese beantworteten Fragebögen zu verschiedenen Aspekten der ARA (Einschätzung des Selbstvertrauens, Kalibrierung [das Ausmass, in dem diese Einschätzung realistisch ist], Selbstwirksamkeit, Interesse, Bedeutung und Nutzen) und absolvierten Tests zum räumlichen Vorstellungsvermögen. Ergebnis: Lernende, die mehr Vertrauen in ihre Leistungen hatten, diese genau einschätzten und sich für das Thema interessierten, erzielten bessere Ergebnisse. Das Gefühl der Selbstwirksamkeit allein führte nicht zu besseren Leistungen, sondern nur, wenn es mit metakognitiven Variablen (Einschätzung des Selbstvertrauens und Kalibrierung) verbunden war. Die Autoren kommen zum Schluss, dass die Förderung eines bewussten ARA-Ansatzes die Leistungen der Lernenden begünstige, insbesondere in beruflichen Bildungskontexten mit anspruchsvollen Aufgaben.
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