Berufsbildung in Forschung und Praxis
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13. Mai von 09.00 bis 13.00 Uhr

Alle Unterlagen zur Online-Tagung „Aufsicht und Begleitung während der betrieblichen Berufsausbildung“

Gemeinsam mit der EHB führte die SGAB eine Online-Tagung zum Thema „Aufsicht und Begleitung während der betrieblichen Berufsausbildung“ durch (Agenda). Referate aus der Praxis und der Wissenschaft sowie individuell wählbare Workshops gaben Einblick zum aktuellen Stand der „Aufsicht und Begleitung während der betrieblichen Berufsausbildung“. Alle Unterlagen der Online-Tagung finden Sie weiter unten. Herzlichen Dank an die Referent*innen für die spannenden Keynotes und Workshops sowie den über 80 Teilnehmer*innen für das grosse Interesse.

Keynotes – 09.10 bis 10.10 Uhr

Keynote 1: (PDF) Leistet die Lehraufsicht und -begleitung überall gleich viel? Ein kantonaler Vergleich; Dr. Kerstin Duemmler, Senior Researcher in der Sparte «Forschung und Entwicklung» an der EHB in Lausanne

[bg_collapse view=“link-inline“ color=“#3e7692″ icon=“arrow“ expand_text=“Abstract anzeigen“ collapse_text=“Weniger anzeigen“ ]Abstract: Die Lehraufsicht und -begleitung hat den Auftrag, die Qualität der Bildung in beruflicher Praxis im Betrieb zu kontrollieren und zu fördern. Die kantonalen Stellen sind dabei für die Ausstellung und den Entzug von Bildungsbewilligungen zuständig und prüfen, ob die rechtlichen Grundlagen in den Lehrverträgen und von den Lehrvertragsparteien eingehalten werden. Zudem müssen sie die Betriebe und die Lernenden bei Fragen rund um die Lehre beraten und bei Problemen und Konflikten begleiten. Die Lehraufsicht und -begleitung ist eine wichtige Instanz, um Lehrabbrüche zu vermeiden bzw. Lernende auf der Suche nach Anschlusslösungen zu unterstützen. Kerstin Duemmler zeigt gestützt auf eine vergleichende Studie im Auftrag des Kantons Waadt wie heterogen die Lehraufsicht in den Kantonen umgesetzt wird. Jedes Umsetzungsformat hat nicht nur seine Vor- und Nachteile. Die Arbeitsbelastungen, Pflichtenhefte und Qualifikationen der verantwortlichen Personen unterscheiden sich zudem stark. Das wirft grundlegende Fragen nach Gleichwertigkeit der Leistungen, Qualität und Professionalisierung der Lehraufsicht auf.[/bg_collapse]

Keynote 2: (PDF) Was leistet die Lehraufsicht- und begleitung im Kanton Luzern? Weshalb sind wir für die Wirtschaft in Bezug auf die Berufsbildung im Kt. Luzern ein wichtiger Partner und wie begleiten wir die Lehrbetriebe in ihren Aufgaben? Michael Bussmann, Stv. Abteilungsleiter Betriebliche Bildung Kanton Luzern

[bg_collapse view=“link-inline“ color=“#3e7692″ icon=“arrow“ expand_text=“Abstract anzeigen“ collapse_text=“Weniger anzeigen“ ]Abstract: Als Lehraufsicht haben wir einerseits den Auftrag, die Qualität in der beruflichen Grundbildung in den Lehrbetrieben zu prüfen und diese bei Bedarf zu unterstützen. Anderseits sind wir Ansprechperson für alle Fragen in der beruflichen Grundbildung aber auch für Herausforderungen während des Lehrverhältnisses zuständig. Auszug aus unserer Strategie der Betrieblichen Bildung, Kt. Luzern:
– Wir fördern optimale Ausbildungsbedingungen und setzen uns für eine hohe Ausbildungsqualität in den Betrieben und überbetrieblichen Kurszentren ein. Im Rahmen unserer Aufsichtsfunktion unterstützen und befähigen wir die Betriebe, die Anforderungen und die teilweise komplexen Ausbildungskonzeptionen der verschiedenen Berufe korrekt und qualitativ gut umzusetzen.
– Wir erteilen Auskünfte und beraten die drei Lernorte und die Lehrvertragsparteien in allen Fragen der beruflichen Grundbildung. Damit unterstützen wir die Betriebe präventiv, die heutigen und künftigen Anforderungen an die betriebliche Ausbildung zu erfüllen, ein positives Umfeld für die Ausbildung zu schaffen und gleichzeitig die Ausbildungsbereitschaft zu erhalten.
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Workshops – 10.20 bis 11.20 Uhr

WS 1: (PDF) Es brennt! Lehraufsicht und Coaching bringen die Lernenden gemeinsam in „Sicherheit“!; Moderiert durch Cornelia Thoma, Coach und Walter Waltenspül, Bereichsleiter Beratung und Unterstützung Kanton Zürich

[bg_collapse view=“link-inline“ color=“#3e7692″ icon=“arrow“ expand_text=“Abstract anzeigen“ collapse_text=“Weniger anzeigen“]Abstract: Was harmlos gestartet ist, hat sich zu einem Flächenbrand entwickelt. Nur weil der Lehrbetrieb Ausbildungskosten nicht zahlte, wurde die Lehraufsicht auf den Betrieb aufmerksam. Nach und nach wurden Missstände im Lehrbetrieb und später auch im beruflich/privaten Umfeld der Lernenden aufgedeckt. Dank dem koordinierten Zusammenspiel zwischen Coaching und Lehraufsicht konnte sowohl die Ausbildungssituation als auch das private Umfeld der Lernenden nachhaltig verbessert werden. In diesem Workshop diskutieren wir Lösungsansätze für das Zusammenspiel Lehraufsicht/Coaching.[/bg_collapse]

WS 2: (PDF) Begleitung und Beratung durch die kantonale Ausbildungsberatung; Moderiert durch Joseph Isabella, Ausbildungsberater Mittelschul- und Berufsbildungsamt Kanton Bern 

[bg_collapse view=“link-inline“ color=“#3e7692″ icon=“arrow“ expand_text=“Abstract anzeigen“ collapse_text=“Weniger anzeigen“ ]Abstract: Probleme in der Lehre, eine drohende oder vollzogene Lehrvertragsauflösung oder andere schwierige Situationen können für Lernende einschneidend und belastend sein. Erste Ansprechstelle in dieser Situation ist die kantonale Ausbildungsberatung. Dieser Workshop gibt im ersten Bereich Einblick, wie der Prozess der Beratung und Begleitung von Lernenden und Betrieben im Kanton Bern organisiert ist und welche Herausforderungen zu bewältigen sind. Anhand beispielhafter Situationen und Erfahrungen wird die Umsetzung in die Praxis aufgezeigt. Im zweiten Bereich soll durch einen offenen Erfahrungsaustausch Möglichkeiten der Begleitung diskutiert und der Frage « wo besteht Optimierungspotential? » nachgegangen werden.[/bg_collapse]

WS 3: (PDF) Hilfe! – Ausbilden im Betrieb ist anspruchsvoller und individueller geworden! Worauf kommt es an?; Moderiert durch Thomas Rentsch, Geschäftsführer TOP-Ausbildungsbetrieb.

[bg_collapse view=“link-inline“ color=“#3e7692″ icon=“arrow“ expand_text=“Abstract anzeigen“ collapse_text=“Weniger anzeigen“ ]Abstract: Sind Sie ein attraktiver Ausbildungsbetrieb? Finden Sie noch genügend geeignete Lernende? Macht bei Ihnen Ausbildung Freude und zeigen Ihre Lernenden die gewünschte Motivation, den gewünschten Einsatz? Sind sie selbständig und lösungsorientiert? Gehören sie richtig dazu und identifizieren sich mit dem Betrieb? Haben Sie als Ausbildungsperson die aktuellen Rezepte, um die Jugendlichen passend abzuholen? TOP-Ausbildungsbetrieb wurde von Berufsverbänden entwickelt und unterstützt Ausbildende in Betrieben praxisorientiert mit Rat und Tat, um Ausbildung zum Erfolgserlebnis werden zu lassen. Zudem besteht die Möglichkeit, sich als guter Ausbildungsbetrieb bei Jugendlichen und Eltern zu positionieren. Gerne zeigen wir Ihnen im Workshop, welche Erfolgsfaktoren die Stiftung TOP-Ausbildungsbetrieb in den Fokus rückt und tauschen uns danach mit Ihnen aus, welche Erfahrungen Sie bei der Ausbildung der Generation Z tagtäglich machen, welche Herausforderungen Sie antreffen und welche Erfolgsrezepte sich bei Ihnen bewährt haben.[/bg_collapse]

Workshops – 11.30 bis 12.30 Uhr

WS 4: (PDF) Kernkompetenz Netzwerken? Schulpsychologische Arbeit auf Sekundarstufe II; Moderiert durch Beat Unternährer, MSc UZH Psychologie; Schulpsychologe Sekundarstufe II, Zug

[bg_collapse view=“link-inline“ color=“#3e7692″ icon=“arrow“ expand_text=“Abstract anzeigen“ collapse_text=“Weniger anzeigen“ ]Abstract: In diesem Workshop zeige ich die Arbeitsweise, das Netzwerk und mögliche Erfolgsfaktoren des SPD Sek II im Kanton Zug auf. Anschliessend öffne ich die Plattform, um das gegenseitige Kennenlernen und Vernetzen der (schul-) psychologischen Beratungspersonen in der Berufsausbildung anzuregen. Das Ergebnis des Workshops könnte aus einer Adressliste aller interessierten Beratungspersonen auf Sekundarstufe II, einer Traktandenliste mit drängenden Themen und einem jährlichen Netzwerktreffen bestehen.[/bg_collapse]

WS 5: (PDF) Achtung – Fertig – Berufslehre: Begleitung, Unterstützung, Förderung der Lernenden im praktischen Berufsumfeld; Moderiert durch Rolf Cavelti, Leiter Berufsbildung Ruag AG

[bg_collapse view=“link-inline“ color=“#3e7692″ icon=“arrow“ expand_text=“Abstract anzeigen“ collapse_text=“Weniger anzeigen“ ]Abstract: Mit dem Übergang von der Schulzeit in die Berufslehre kommen viele Herausforderungen auf die Jugendlichen zu. Folgende Schlagworte (natürlich lange nicht abschliessend) Spannung, Erwartungen, „Gwunder“, Leistungsdruck, Selbstorganisation, Selbständigkeit, körperliche Arbeit, Motivation, Unterforderung, Überforderung, Eigenverantwortung, Ablösung von zu Hause, erste grosse Liebe, neue Kollegen mit anderen Interessen, Konkurrenz…Wie können wir die Lernenden in dieser spannenden aber auch konfliktreichen und herausfordernden Zeit der Berufslehre optimal begleiten, unterstützen, fördern? Gibt es DAS Erfolgsrezept? Wie sollen/können wir mit solchen Herausforderungen die mit Sicherheit auf uns als Berufsbildungsverantwortliche zukommen umgehen? Gerne würde ich eure Erfahrungen und Inputs in einem Workshop zusammentragen und im (hoffentlich) regen Austausch diskutieren.[/bg_collapse]

WS 6: (PDF) Mentoring für Jugendliche – Jugendliche beim Einstieg in die Berufswelt unterstützen; Moderiert durch Lilo Jud, Leiterin Mentoring für Jugendliche der Kantone BS und BL

[bg_collapse view=“link-inline“ color=“#3e7692″ icon=“arrow“ expand_text=“Abstract anzeigen“ collapse_text=“Weniger anzeigen“ ]Abstract: Der Wechsel von der Schule in eine berufliche Grundbildung stellt hohe Anforderungen an Jugendliche und junge Erwachsene. Doch wie kann jungen Menschen im Anschluss an die Schule der Einstieg in die Berufswelt erleichtert werden? Im bikantonalen Programm Mentoring für Jugendliche der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft übernehmen freiwillig engagierte Mentorinnen und Mentoren diese Aufgabe. Dabei geht es beispielsweise um die Förderung berufsrelevanter sowie sozialer Kompetenzen. Im Programm Mentoring für Jugendliche werden Mentees mit Unterstützungsbedarf nach der Unterzeichnung des Lehrvertrags nicht alleine gelassen. Mitbestimmend für den Erfolg des Programms ist eine Vernetzung zu anderen im Berufsbildungsbereich tätigen Fachpersonen und Institutionen. Um sich als Mentorin oder Mentoren im Programm engagieren zu können, wird die Verankerung in der Berufswelt vorausgesetzt. Das Team des Mentoring-Programms rekrutiert mit Hilfe von Partnerorganisationen die Freiwilligen, bildet sie aus und begleitet sie während des Tandem-Prozesses mit den Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Wie gelingt der Spagat zwischen der Zielsetzung des Programms mit Vorgaben und der Zusammenarbeit mit autonomen, freiwillig Engagierten, die ausserhalb des freiwilligen Engagements in ihrem beruflichen und privaten Umfeld gefordert sind?[/bg_collapse]

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